Nachbericht zur Motorsportsaison 2013

02.02.2014 - 23:28
Einheimische Motorsportler in der Saison 2013 in verschiedenen Wertungen erfolgreich unterwegs.

Am Anfang eines neuen Kalenderjahres steht im Motorsport immer erst einmal der Rückblick auf die vergangene Saison, verbunden mit den Ehrungen der erfolgreichen Sportler in den vielfältigen Meisterschaften und Wertungskategorien. Mit dem Ende des Monats Januar sind nun alle Ehrungen absolviert und auch die aktiven Motorsportler haben ihre Trophäen entgegen genommen.

Der Wittenberger Patrick Pusch gewinnt die ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt-Meisterschaft
Zum ersten Mal wurde in der vergangenen Saison vom ADAC der Opel Rallye Cup ausgelobt. 24 Piloten starteten in dieser neuen Wertungskategorie mit technisch identischen Fahrzeugen und schlossen sich den Läufen der Deutschen Rallyemeisterschaft sowie der Deutschen Rallyeserie an. Auch der Wittenberger Patrick Pusch wurde auserkoren, eines der heiß begehrten Cockpits zusteuern. Ein sehr abwechslungsreiches Motorsportjahr nahm für Pusch seinen Lauf. Nach den ersten zwei Starts gab es im Juni zum dritten Lauf des ADAC Opel Rallye Cup den ersten Ausfall und im Anschluss wechselten sich Erfolge und für das Punktekonto weniger ertragreiche Rallyewochenendenab. Besonders bitter war der Ausfall zur Rallye Deutschland, auf deren Start das gesamte Team fieberhaft hingearbeitet hatte. Nach einem Abflug von der Sprintstrecke konnten die Rallyesportler nur noch den Totalschaden des Opel Adam vermelden, die Besatzung kam aber glücklicherweise ohne größere Blessuren davon. Allerdings war nun ohne Auto die Zukunft in der Cupwertung ungewiss. Es fand sich jedoch ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug, dessen Pilot erkrankt war. So übernahm der Lutherstädter erneut das Steuer und kämpfte weiter erfolgreich um wertvolle Punkte und Erfahrungen. Nach fünf von acht möglichen Ziele inläufen hatte sich am Ende der Saison alle Anstrengung doch noch gelohnt. Neben dem Vergleich mit den Startern im ADAC Opel Rallye Cup wertete der ADAC die erzielte Leistung von Pusch auch im Vergleich mit weiteren Rallyesportlern der Region in der Gaumeisterschaft Niedersachsen / Sachsen-Anhalt. Im Endresultat konnte Patrick Pusch als erstes Vereinsmitglied des Wittenberger Motorsportclubs den Pokal für den Gewinn dieser Meisterschaft sein Eigen nennen.
Der Bad Schmiedeberger Michael Hennig wird Vizemeister im ADAC Sachsen Historic Cup 2013
Ebenfalls einen schwer erkämpften ADAC-Pokal brachte Michael Hennig am Ende der Saison 2013 nach Hause. Er pilotiert bereits über mehrere Jahre ein Formelfahrzeug im Rahmen der Historischen Automobilrennsport InteressenGemeinschaft Ostdeutschlands (HAIGO). Mit seinem roten MT 77 mit der Startnummer 66 umrundete er die permanenten Rennstrecken in Oschersleben sowie auf dem Sachsen- und dem Lausitzring. Ebenfalls drehte er seine Runden auf den internationalen Strecken von Most in Tschechien sowie Poznan in Polen. Bereits nach dem ersten Wertungslauf positionierte sich Hennig unter dem führenden Dreigestirn seiner Klasse, welches die Endwertung am Ende auch unter sich entscheiden sollte. Nach dem dritten Wertungslauf führte er mit seinen erkämpften Punkten die Klassenwertung sogar an. Das vorletzte Rennwochenende in Most verlief sehr turbulent. Bereits beim Zeittraining am Samstag wurde Hennig in einen Unfall mit allerdings reparablen Schäden verwickelt. Im zweiten Rennen musste Hennig seinen Flitzer allerdings wegen eines technischen Defektes vorzeitig abstellen und auf wertvolle Punkte verzichten und damit auch den ersten Platz in seiner Klassenwertung aufgeben. Das finale Rennen auf dem Lausitzring bot dann mit Safetycarphasen und ungeplanten Drehern auf der Strecke noch einmal alles an Spannung, was erträglich war. Mit seinem letzten Überholmanöver in der letzten Runde des letzten Rennens der Saison sicherte sich Hennig seinen Klassensieg und konnte es spannender nicht machen. Am Ende wurde er mit dem Titel des Vizemeisters und dem entsprechenden Pokal für all die Aufregung der vergangenen Saison entschädigt.
Der Lutherstädter Uwe Joachim ist bester Co-Pilot in der ADMV-Rallye-Meisterschaft
Bereits seit Jahren ist Uwe Joachim aktiv mit dem Rallyesport verbunden. Am liebsten greift er selbst ins Lenkrad und steuert sein Fahrzeug bevorzugt über Schotterpisten. Doch auch auf dem Asphalt muss er sich nicht verstecken. In der vergangenen Saison unterstütze er allerdings mehrfach einen befreundeten Piloten auf dem heißen Stuhl und las Jan Rößner damit sehr erfolgreich die Leviten auf den Strecken der Wertungsläufe zur ADMV Rallyemeisterschaft. Nach sechs gemeinsam  absolvierten Wertungsläufen sicherten sich die Beiden mit einem Vorsprung von fast 600 Punkten den Gesamtsieg in der ADMV Rallye Meisterschaft.
Weitere einheimische Rallyeteams in der ADMV-Meisterschaft am Start
Neben seinen Einsätzen im Suzuki Swift von Jan Rößner bewegte Uwe Joachim auch sein eigenes Fahrzeug, einen Opel Kadett E, über die vielfältigsten Prüfungen. Eine feste Größe an seiner Seite war dabei Tobias Gutewort, der ihm stets zuverlässig die Richtung vorgab.
Wenn Tobias Gutewort nicht bei Uwe Joachim ansagen musste, half er auch gern mal bei Frank Zischkale im BMW 318is aus. Dessen Stammkraft auf dem Beifahrersitz, Nico Spennemann, konnte sich dienstlich nicht immer frei machen. Nach sechs Wertungsläufen in der ADMV-Rallye-Meisterschaft 200 hatte es Zischkale immerhin auf Rang acht geschafft. Etwas dahinter platzierten sich am Saisonende die Wittenberger Andreas Fräßdorf und Sandra Schulze im Seat Ibiza auf Platz elf. Ebenfalls sehr fleißig unterwegs war Benjamin Derda. Soweit es ihm seine Möglichkeiten erlaubten, startete er in seiner Rennpappe und belegte am Ende den siebenten Platz im ADMV Trabant-Rallye-Cup. Zu Rallyes, in welchen der Trabi nicht zum Einsatz kam, unterstützte Benjamin Derda auch abwechslungsweise Tina Wiegand im VW Lupo recht erfolgreich.
Die Bad Schmiedeberger Brüder Matthias und Marcel Koch konnten ihren Mitsubishi zwar nicht sehroft auf die Strecke bringen, aber wenn sie denn am Start waren, zeigten sie ihren Fans alles von ihrem Können und brachten jede Menge Fahrspaß für die Zuschauer.
Jana Dürr
2.2.2013