Nachbericht 5. Teterower ADAC Bergringrennen 2016

14.07.2016 - 18:44
Erfoglreicher Rallyelauf zum Schotter-Cup am Teterower Bergring

Bereits zum fünften Mal hatte der Motorsportclub Bergring Teterow e.V. zahlreiche Teams an den Start gelockt. Inzwischen zum Schottercup zählend, konnten die Veranstalter mit finnischer und polnischer Beteiligung ein internationales Starterfeld auf ihr Gelände locken. Unter 59 Starter mischten sich auch wieder mehrere Teams des Wittenberger Motorsportvereins. Alle waren begeistert von der sagenhaften Topografie des Geländes. Kuppen, schnelle, wechselnde Kurven und aufregende Sprünge forderten die Teams und ihre Technik auf das Härteste heraus. Während das Geläuf am Anfang noch sehr rutschig, weil nass war, trocknete die Grasbahn mit der Zeit ab und die Autos kämpften sich immer stabiler durchs Gelände. Vom Wittenberger Rallyeclub zählte keines zu den 15 ausgefallenen Teilnehmern, fast alle erkämpften sich erfolgreich Podestplätze in ihren Klassenwertungen.
Als erster Wittenberger ließ sich Florian Pitzk ins Ziel pilotieren. Im Mitsubishi Lancer gab er seinem Chauffeur Robby Fechner die Richtung vor und beide erlebten einen spannenden vierten Lauf in der Schotter-Cup-Wertung. Dennoch kamen sie nicht überschwänglich von dieser Veranstaltung nach Hause. Zur Rallye in Teterow hatte zwar die Technik hervorragend funktioniert, allerdings fand das Team nicht zu seinem optimalen Rhythmus. Ihre besondere Herausforderung bestand in den ersten beiden Prüfungen, welche sie noch recht nass absolvieren mussten. Nach ihren eigenen Worten hatten sie trotz allem Spaß, „auch abseits der Prüfungen“. Am Ende stand unter dem Strich ein dritter Platz in der Klassenwertung, dieser sicherte dem Team wertvolle Punkte.
Mit einem Klassensieg konnten Uwe Joachim und Yasmine Fritzsche aufwarten. Sie waren ebenfalls unter extrem rutschigen Bedingungen gestartet, konnten ihre Klasse aber von Beginn an souverän dominieren. Nach fünf von sechs Bestzeiten und einem immer dichten Kopf an Kopf Rennen sicherten sie sich am Ende mit einem komfortablen Vorsprung von einer halben Minute souverän den ersten Platz in ihrer Wertungskategorie.
Einen respektablen zweiten Platz in der Klassenwertung verbuchten Benjamin Derda und Maria Kretzschmar nach der spannenden Rutschpartie im Trabant P 601 auf ihrem Konto. Obwohl die Rennpappe nach allen Kräften gefordert wurde, ließ sich das Team von Witterung und Topografie nicht beeindrucken und meisterte die Herausforderungen hervorragend.
Jede Menge Spaß an der Fahrt auf der „Achterbahn“, wie die Streckenführung inzwischen von einigen Teilnehmern sehr treffend beschrieben wird, hatten auch die Lutherstädter Frank Zischkale und Steffen Busch in ihrem BMW 318 is E 30. Vom Ergebnis allerdings waren sie dann nicht ganz so begeistert. Voll motoviert und so richtig drin im Rennen, absolvierten sie gleich auf der ersten Prüfung eine Runde mehr als nötig und hatten damit von Anfang an zwei Minuten plus auf der Uhr im Vergleich zu den anderen Teams. Gegen einen solchen Rückstand anzukämpfen, war wenig aussichtsreich. Dennoch ließen sich die beiden den Spaß am Sport nicht verderben, zeigten auf den restlichen Wertungsstrecken durchaus, dass sie in Schlagdistanz mitkämpfen können und sammelten noch wichtige Punkte für die Schottercupwertung.
Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch für den Motorsport: Nach der Rallye ist vor der Rallye, und so geht es für einige Teams an diesem Wochenende gleich weiter zur nächsten Veranstaltung. Benjamin Derda und Maria Kretzschmar haben sich mit ihrem Franzl zur DMV Thüringen Rallye in Pößneck verabredet, während sich Uwe Joachim und Yasmine Fritzsche mit dem bewährten Opel Kadett E zur 23. ADAC Paul Ostbayern Rallye aufmachen, um sich weitere wichtige Punkte im Schottercup zu sichern.

Das ausführliche Gesamtergebnis gibt es unter: http://www.schotter-cup.de/pdf2016/Teterow_Gesamt.pdf