Nachbericht 15. ADAC Fontane Rallye Neuruppin 2014

02.05.2014 - 2:40

Alle einheimischen Rallyeteams in Neuruppin erfolgreich im Ziel

 

Unter besten Bedingungen starteten am vergangenen Wochenende 63 Teams aus ganz Deutschland in den Kampf um die Bestzeiten bei der 15. ADAC Fontane Rallye in Neuruppin. Nach 35 absolvierten Kilometern, verteilt auf sechs Wertungsprüfungen, und einer Gesamtfahrzeit von 20 Minuten und 39,6 Sekunden endete die Rallye für die Berliner Gesamtsieger Milde / Mai im Mitsubishi Lancer.

Gut drei Minuten später kämpfte sich die Vorhut der Wittenberger Mannschaft ins Ziel. Frank Zischkale und Nico Spennemann begeisterten die Fans an der Strecke mit sehenswerten Drifts in ihrem BMW 318 is E30. In ihrer Klasse hatten sie sich auf die vorderen Plätze gefahren und wollten auf der letzten Wertungsprüfung noch einmal richtig angreifen. Dies funktionierte auch perfekt bis zur letzten Kurve. Dort allerdings verließ das Team übermotiviert die Strecke und fuhr sich auf landwirtschaftlicher Nutzfläche fest. Dieser ungewollte Ausflug kostete wertvolle Zeit und ein gutes Ergebnis. Dennoch erreichten die Lutherstädter das Ziel und trugen mit ihren Punkten zum zweiten Platz des MSC Lutherstadt Wittenberg in der Mannschaftswertung bei.

Mit einer besonderen Ehrung überraschte der Veranstalter das Elbestädter Opelteam Uwe Joachim / Tobias Gutewort. Die beiden hatten sich mit fünf  weiteren Teams in ihrer Klasse einen spannenden Kampf um Zehntelsekunden geliefert. Den Klassensieg verpassten sie denkbar knapp mit einem Rückstand von mageren 0,6 Sekunden. Neben der Auszeichnung für den zweiten Platz in der Klassenwertung bekam Joachim noch einen Ehrenpokal sowie eine Überraschungstorte für seinen 15. Start bei der 15. Veranstaltung der Neuruppiner Rennsportgemeinschaft überreicht. Bis zur diesjährigen Veranstaltung ist Uwe Joachim der einzige Rallyepilot, der zu allen Veranstaltungen an den Start ging, und diese Serie darf nach seinen Worten auch gern noch die nächsten 15 Jahre halten.
Benjamin Derda und Michael Knorr konnten sich mit ihrem Trabant P 601 ITRM ebenfalls den zweiten Platz in der Klassenwertung sichern. Für beide war es ein tolles Rennwochenende mit einem noch besseren Happy End. Den dritten Start in dieser Saison konnten sie erstmals mit einer Zielankunft krönen und dann auch noch mit einem solch positiven Ergebnis! Die anstrengende Schrauberarbeit der letzten Wochen wurde gebührend entlohnt.

In der gleichen Klasse ließ sich Thomas Heise auf dem heißen Stuhl neben Norbert Stanislawski ins Ziel chauffieren, wobei die Beiden folgenreiche Begegnungen mit der Streckenkulisse hatten. Die Regroupingpausen wurden unter anderem auch dazu genutzt, Holzgewächse und Zaunrester aus der Karosse zu entfernen. Alle Schäden sind jedoch reparabel und bis zur nächsten Veranstaltung Mitte Mai ist die Rennpappe wieder fit.

Andreas und Kevin Fräßdorf begeisterten ihre Fans zur Abwechslung mit einem geliehenen BMW, der zwar eigentlich für Schotterstrecken ausgelegt ist, aber allen Beteiligten trotzdem jede Menge Spaß gebracht hat.

Nach seinem vorzeitig beendeten Ausflug über die Wittenberger Rallyestrecken setzte sich auch Konstantinos Tsiflidis wieder hinter das Steuer seines Subaru Impreza GT. Im Vorfeld der Fontanerallye kämpfte das Team mit einem Kupplungsschaden. Nachdem dieser am Vorabend des Starts behoben war, stellte sich das Problem auf der ersten Prüfung erneut ein. Diesmal wollte die Subaru-Crew jedoch ankommen und ein paar Punkte sammeln. Deshalb fuhren sie eher verhalten und konnten gleichzeitig die Funktion anderer neuer Einstellungen der Technik austesten. Das hat alles gehalten und somit sind die beiden zufrieden mit ihrem Ergebnis und freuen sich schon auf den nächsten Start über den Schotter von Nordhausen.

Jana Dürr

 

Bilder: Sascha Graf www.rallyefotograf.de