Nachbericht 12. & 13. ADMV Rallye Wedemark 29.8.2015

31.08.2015 - 17:56
Abwechslungsreiches Schotterwochenende mit Höhen und Tiefen

Ein spannendes Rallyewochenende liegt hinter den teilnehmenden Teams der 12. und 13. Wedemark Rallye 2015. Vom Veranstalter, dem MC Wedemark e.V., wurden zwei Rallyes ausgelobt, welche beide unter anderem zum Schottercup gewertet wurden. Die anspruchsvollen Strecken lockten 61 Teams an den Start in die Wedemark nördlich von Hannover, 16 von ihnen mussten allerdings vorzeitig ihre Waffen strecken und beendeten die 12. ADMV Rallye Wedemark ohne Wertungspunkte. Ein Teil von Ihnen konnte zwischen den Rallyes geringere Schäden beheben. Andere sicherten sich zwar noch wertvolle Zähler, hatten ihr Sportgerät allerdings so zugerichtet, dass ein zweiter Start an diesem Tag doch nicht mehr möglich war. Die Mehrzahl der Starter konnte jedoch zu beiden Wertungsläufen antreten. So gingen auf der zweiten Schleife, der 13. ADMV Wedemark Rallye 2015, noch 42 Teams ins Rennen, von denen immerhin 35 die Zielankunft erreichten. Beide Rallyes konnten die Finnen Jaakko Keskinen und Jukka Pollari mit dem Gesamtsieg für sich entscheiden.

Als erstes Team mit Beteiligung des Wittenberger Motorsportclubs machten Robby Fechner und Florian Pitzk im Mitsubishi Lancer Evo 6 Schlagzeilen. Sie wollten unerwartet schnell die Segel streichen. Gleich auf der ersten Wertungsprüfung handelten sie sich einen Plattfuß ein, der sich allerdings mit ein wenig Zeitverlust auf dem Sprint noch beheben ließ. Wenige Kurven später allerdings verloren sie gegen einen großen Stein, der ihnen den Dreieckslenker abgerissen hatte. Enttäuscht vermeldeten sie bereits das traurige Ergebnis, hatten dabei aber die Rechnung ohne ihr fleißiges Schrauberteam gemacht. Die Crew schraubte nach dem Ausfall, was das Zeug hielt, und so konnte sich die Mitsubishibesatzung bei der zweiten Rallye wieder zum Start melden. Hier wollten die beiden einfach nur ankommen und gingen die Sache ruhig an. Die ersten beiden Prüfungen ließen sich dann auch entspannt meistern, auf der dritten kam das Adrenalin zurück und auf der letzten Prüfung hatten die Jungs noch einmal so richtig Spaß. Belohnt wurden sie dafür mit einem sechsten Platz in der Gesamtwertung sowie einem zweiten Platz nebst Pokal in der Klasse.

Uwe Joachim brachte seinen auf Schotter spezialisierten 1.3er E Kadetten an den Start. Begleitet wurde er zu dieser Rallye von Yasmine Fritzsche, die ihm in diesem Jahr bereits zu einer vorherigen Veranstaltung die Leviten lesen durfte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bei der ersten Rallye schafften die beiden mit konstanten Leistungen einen Klassensieg. Auf dem zweiten Turn über das selective Geläuf mussten sie sich in der Wertung gegen größere Maschinen behaupten. Aus ihrer eigenen Klasse waren nicht mehr genug Starter übrig geblieben, so dass sie mit der nächst höheren Klasse zusammengelegt wurden. Dennoch konnten sie sich auf dem dritten Platz in der Klassenwertung behaupten. Bei diesem spannenden Rallyetag mit viel Spaß und fast schon zu warmen Temperaturen sammelte Joachim auch wertvolle Punkte für die Schottercupwertung und konnte sich hierbei auf den vierten Platz verbessern.

Frank Zischkale hatte mit Matthias Eben einen neuen Beifahrer an Bord seines BMW 318 is E 30. Für Eben, der sich eigentlich auf dem heißen Stuhl eines 1.3er Wartburgs über die Prüfungen chauffieren lässt, war diese Rallye eine ganz besondere Lehrstunde. Allein das Fahrverhalten eines Hecktrieblers unterscheidet sich gravierend von dem des Frontantriebes. Somit sieht auch der Aufschrieb für die einzelnen Prüfungen etwas anders aus. Aber gemeistert haben beide die Veranstaltung allemal. Während der ersten Runde erkämpfte sich die BMW-Besatzung einen dritten Platz in der Klasse. Die zweite Rallye lief bis zur letzten Prüfung auch sehr zufriedenstellend. Dann aber kam ein Ausflug ins Gelände, aus dem sie sich nicht mehr mit eigener Motorkraft befreien konnten. Doch, auch wenn das Team die Zuschauer erst einmal motivieren musste, mal mitzuschieben, ging am Ende alles gut und es gab trotz großem Zeitverlustes noch einige Wertungspunkte. Neben den spannenden Erfahrungen, die Matthias Eben auf dem heißen Stuhl gemacht hat, profitiert auch Frank Zischkale nach eigenen Worten von der abwechslungsreichen Besetzung des Beifahrerplatzes in seinem Cockpit. Jeder neue Copilot bringt auch wieder neue Erfahrungen und Anregungen mit.